Glücklicher Zufall

Jeder kennt es: Es war zwar etwas anderes geplant, doch das Ergebnis ist dann sogar noch besser als erwartet. Das passiert nicht nur normalen Menschen, sondern auch Wissenschaftlern. So haben wir das Penicillin und Viagra "Unfällen" in der Forschung zu verdanken. Da Penicillin der Vorgänger aller heute gängigen Antibiotika ist, kann man mit Recht behaupten, dass er einen Großteil der heutigen Menschheit das Leben gerettet hat. Für Viagra in seiner Rolle als Mittel gegen erektile Dysfunktion kann man das zumindest eher für das Liebesleben sagen.


Abwarten und in Urlaub fahren

Die Entdeckung des Penicillins haben wir Alexander Fleming zu verdanken. Dieser beimpfte im Sommer 1928 eine Petrischale mit Staphylokokken und fuhr in die Ferien. Ohne wimdu.de brauchte er damals als Backpacker noch sehr lang und kam erst im September wieder. Nach der Rückkehr entdeckte er einen Pilz. Dieser hatte sich in der Schale ausgebreitet und den anderen Erreger im Schach gehalten. Erstaunt stellte Fleming weitere Untersuchungen an und entdeckte so die bedeutende Wirkung von Antibiotika. Dies kam wenige Jahre später tausenden von verletzten Soldaten im Zweiten Weltkrieg zu Gute, die sonst an den Folgen von entzündeten Wunden gestorben wären. Heute sind zwar viele Erreger bereits gegen Antibiotika immun, jedoch hoffen die Wissenschaftler die Stoffe so weiterentwickeln zu können, dass sie bald wieder ihre ursprüngliche Wirkung erzielen.


Nebenwirkungen erwünscht

Viagra wurde 1998 ebenfalls nicht gezielt entwickelt. Der Wirkstoff Sildenafil wurde zur Therapie von Hypertonie genutzt und sollte durch das Entspannen der Muskeln einen normalen Blutfluss erleichtern. Das dieser Blutfluss sich bei sexueller Stimulation vorrangig in den unteren Abteilungen abspielte, kam den Entwicklern sehr gelegen und war wahrscheinlich die beliebteste Nebenwirkung aller Zeiten.