Künstliche Befruchtung

Abhilfe für kinderlose Paare


Zu einer normalen Familie gehören Kinder dazu. Zwar gibt es Singles, die lieber alleine leben, doch ein normaler Haushalt besteht in Deutschland noch immer aus Vater, Mutter und Kind. Der Trend geht jedoch zu Scheidungen und Lebensgemeinschaften ohne Nachwuchs. Grund sind finanzielle Vorteile und gezielte Förderung der Karriere.
Doch es kommt die Zeit, in der jeder Kinder haben will. Es gehört einfach zum Leben dazu, aber es kann dauern, bis das Bedürfnis geweckt wird. Ob früher oder später, irgendwann ist es soweit. Was tun, wenn es nicht klappen will mit dem Nachwuchs? Körperliche Ursachen können Schuld sein, die beim Mann oder der Frau liegen. Auf Dauer ist es sehr frustrierend, wenn es ein Paar mehrmals täglich probiert, aber kein Kind entstehen will. Der Druck wird immer größer und Sex wird mit der Zeit zur Last. So können Beziehungskrisen entstehen und Streitigkeit innerhalb einer glücklichen Partnerschaft auslösen.
Dabei braucht sich keine Partei für kinderlosen Sex zu schämen, denn das kann jedem Paar passieren. Die moderne Technik ermöglicht eine schnelle Abhilfe für dieses Problem und deshalb sollte ein Arzt für weitere Absprachen aufgesucht werden. Er kann mögliche Ursachen klären und den beiden Partnern durch Medikamente oder auch mit einer künstlichen Befruchtung helfen. Jeder Fall unterscheidet sich vom anderen und es ist keine Pauschalaussage möglich.


Technischer Vorgang

Bei der künstlichen Befruchtung wird die Eizelle einer Frau mit dem Sperma eines Mannes auf mechanischem Wege zusammengeführt. Sex spielt dabei keine Rolle, denn alles erfolgt künstlich. Der Mann muss durch Masturbation Sperma produzieren, das in die Eierstöcke eingeführt wird. Sofern er impotent ist, kann dieses direkt aus dem Hoden entnommen werden. Wenn auch diese Methode ausschneidet, kann als letzte Alternative das Sperma eines fremden Mannes genommen werden. Sollte all dies nicht klappen, muss eine Befruchtung im Reagenzglas erfolgen.
Wer schon frühzeitig über Krankheiten Bescheid weiß, die zu Impotenz führen könnten, sollte sich vorsorglich sein Sperma einfrieren lassen. So können Jahre später Kinder durch künstliche Befruchtung erzeugt werden. Ohne diese Methode wäre der Kinderwunsch eines Mannes für immer Geschichte. Die Liebe sollte eine technische Befruchtung nicht belasten, eher im Gegenteil. Da ein langer Wunsch endlich Realität wird, kann ausgiebig gefeiert werden.


Kritik

Oft kommt es zu einer verantwortungslosen Befruchtung. Die weitreichenden Folgen dieses Vorgangs werden nicht gut genug eingeschätzt. Kranke Frauen lassen sich befruchten, obwohl sie ein hohes Risiko für Krebs oder andere gefährliche Krankheiten aufweisen. Sie setzen nicht nur sich selbst einer unnötig hohen Gefahr aus, auch das Kind könnte durch Missbildungen darunter leiden.
Die ersten Freuden mögen noch so groß sein, sobald der Blick in den leeren Geldbeutel erfolgt sind diese wie weggeblasen. Finanzielle Sicherheit spielt eine große Rolle und sollte nicht unterschätzt werden. So können unerwartet Zwillinge auf die Welt kommen, die eine unnötige Belastung des Familienhaushalts bedeuten. Wenn das Paar schon Kinder hat, ist kein weiterer Nachwuchs mehr nötig. Aus ethischer Sicht protestiert die Kirche gegen Abtreibung und künstliche Befruchtung, da sie der Natur des Menschen widersprechen. Es wird in Gottes Werk gepfuscht und der Schritt zur Forschung an Embryonen ist auch nicht mehr weit entfernt.
Die Kosten für eine künstliche Befruchtung sind seit dem 1. Januar 2004 deutlich gestiegen. Während die Krankenkasse zuvor die vollen Kosten übernahm, leistet sie jetzt nur noch zu 50% des Betrages Beihilfe. Da im Regenfall mit etwa 3000 Euro gerechnet werden kann, müssen etwas 1500 Euro auf eigener Tasche bezahlt werden. Zudem ist die Befruchtung an einige Bedingungen geknüpft. Frauen dürfen höchstens 40 Jahre alt sein, Männer 10 Jahre älter. Diese harte Gesetzeslage hat zu einer Reduzierung dieses Vorgangs geführt. Da in Deutschland die Geburtenrate allgemein zurückgeht, wird über eine Gesetzesänderung diskutiert. Wie es scheint gibt es einfach noch zu viele Singles da draußen, die Ihren Partner fürs Leben noch nicht gefunden haben.