Medikamentenabhängigkeit

Viele Menschen sind froh, wenn sie keine Medikamente einnehmen müssen. Schließlich ist das Schlucken von Tabletten und Kapseln nicht gerade angenehm. Doch einige Menschen tun dies freiwillig, obwohl rein medizinisch keine Notwendigkeit mehr besteht. Solche Leute leiden unter einer Medikamentenabhängigkeit.


Ein Arzt reicht nicht

Meist beginnt diese Sucht mit den erstmaligen Verschreiben eines Wirkstoffes, welcher dem Patient dann so gut tut, dass er ihn nicht absetzen möchte. Sollte der Patient die Packungsbeilage nicht gelesen oder der Arzt ihn nicht auf die Gefahr der Sucht aufmerksam gemacht haben, geht dieser wahrscheinlich mit dem Medikament auch unbedenklicher um. Es kann bereits nach wenigen Wochen zu einer psychischen und physischen Abhängigkeit kommen. Bekommt er das Präparat dann nicht wieder verschrieben, wird er wahrscheinlich einen weiteren Arzt aufsuchen, um das Rezept zu bekommen. Viele Menschen gehen dann sogar in unterschiedliche Apotheken einkaufen, damit es weniger auffällt.


Kalter Entzug

Jeder will natürlich Entzugserscheinungen vermeiden. Sie wären schließlich sogar noch schlimmer als der Zustand vor der ersten Medikamenteneinnahme und somit ein Rückschlag. Also wird alles getan, dies zu vermeiden. Zu diesem Zeitpunkt ist es am einfachsten für Personen im Umkreis, die Sucht zu entdecken und den Abhängigen zu konfrontieren. Er oder sie wird nämlich zu dieser Zeit unter Stimmungsschwankungen leiden und gereizt auf alle Nachfragen bezüglich des Arztes und des Präparates reagieren. Es ist jedoch notwendig, den Leidenden sein Problem im diesem Moment klar zu machen, damit er sich selbst helfen kann und aus der Abwärtsspirale aussteigen kann, bevor es zu spät ist.