Medikamentenstudie
Wer den Beipackzettel von Medikamenten liest, kennt die Auflistung von Nebenwirkungen. Damit diese festgestellt werden können, bevor ein breites Publikum das Präparat nimmt, gibt es Studie mit Probanden. Es werden ständig Menschen gesucht, die an diesen klinischen Untersuchungen mitmachen. Die Teilnahme ist häufig attraktiv vergütet, so werden vor allem in Amerika viele Menschen angelockt.
Beginn einer Studie
Der Anfang ist jedoch in jedem Land gleich. Man liest eine Ausschreibung und meldet sich bei der entsprechenden Klinik an. Gesucht werden alle möglichen Menschen, da ist es häufig egal, ob man raucht, trinkt oder Rückenschmerzen hat. Schließlich muss es zu jeder Studie zwei Gruppen geben: eine, die an der Krankheit leidet, die das Medikament heilen soll und eine kleine Kontrollgruppe, ob sich das Medikament auch nicht allgemein schädlich auswirkt. Manchmal können bei solchen Studien auch positive Nebenwirkungen festgestellt werden, die eine Weiterverwendung des Stoffes in einem anderen Medikament anregen. Bevor die Studie jedoch beginnt, wird jeder erst einmal gründlich durchgecheckt und nach seiner Krankengeschichte gefragt. Spricht auch körperlich nichts gegen die Studie, kann man teilnehmen.
Ablauf
Je nach Medikament unterschiedlich dauert eine Studien von wenigen Stunden, wie z.B. bei Lutschtabletten, bis hin zu Wochen, z.B. bei Transfusionen bei schweren Krankheiten. Während dieser Zeit wird man aufmerksam beobachtet und medizinisch bestens betreut. Verlangt die Studie nach einem Aufenthalt in der Klinik stehen den Probanden meistens Unterhaltungsräume zur Verfügung, in denen sie die freien Stunden verbringen können. Sonst werden häufig nur einige Stunden in den Krankenhäusern zugebracht. Nach einer kuren Untersuchung wird das Medikament verabreicht und nach ein paar Stunden, in denen sicher gegangen wird, dass keine starken Nebenwirkungen eintreten wird der Proband nach Hause gelassen. Die Studie gilt als abgeschlossen, wenn der Proband einige Zeit nach der letzten Verabreichung noch einmal gründlich untersucht wurde und keine Beeinträchtigungen und Medikamentenrückstände festzustellen sind.